EuroEyes Cyclassics in Hamburg

Rennbericht aus Hamburg Cyclassics

PAX Sponsoring -  Marius Prünte - Rennbericht

Am Sonntag bin ich das erste Mal beim Cyclassics in Hamburg mit 16.000 Fahrern gestartet. Es war das größte Rennen von der Teilnehmeranzahl, was ich je gefahren bin. Frühmorgens um viertel vor 8 fiel der Startschuss und ich ging mit dem Riesenfeld auf die Strecke von über 176 Kilometer quer durch Hamburg. Von Anfang an war mir klar, dass ich um das Rennen zu gewinnen, bei beiden Anstiegen, die es im Rennen gab, vorne mit dabei sein muss. Der erste Anstieg kam nach 20 Kilometern und der zweite Anstieg ca. 20 Kilometer vor dem Ziel. Ich kämpfte mich direkt nach dem Start durch das komplette Fahrerfeld nach vorne. Ca. 3 Kilometer vor dem ersten Anstieg, war ich dann unter den ersten 20 Fahrern im Feld. Mit der Position fuhr ich in den ersten Anstieg hinein. Durch das hohe Tempo der großen Teams flogen schnell einzelne Fahrer hinten raus. Ich konnte mich vorne im Feld fest beißen und habe somit die erste Bergwertung vorne im Feld unter den ersten 50 Fahrern hinter mich gebracht. Nun ging es knapp 120 Kilometer durch die Vororte von Hamburg. Immer wieder versuchten sich vereinzelt Fahrer vom Feld abzusetzen, was teilweise gelang, aber mehr als 30 Sekunden Vorsprung fuhren sie nicht raus. Die großen Teams kontrollierten das Feld und somit das Tempo. Ich hingegen versuchte Kräfte zu sparen, im Windschatten vom Feld.

Dann auf einmal passierte es, bei einer Brücke wo die Straße enger wurde. Ein Fahrer flog direkt vor mir hin. Ich konnte wohl noch ausweichen doch da lagen schon zwei weitere Fahrer auf der Straße. Ich versuchte noch drüber zu springen, was mir aber nicht gelang und musste auch schmerzhaft absteigen. In Bruchteilen von Sekunden lagen schon mehrere Fahrer auf mir drauf. Schnellstmöglich versuchte ich mich wieder aufzurappeln. Ich suchte meine Rad aus dem Haufen von Rädern, schnappte es mir und fuhr hinter dem Feld her. Schnell merkte ich, dass meine ganze linke Seite mit Schürfwunden offen war, aber ich mir nichts gebrochen hatte. So jagte ich hinter dem Feld her, welches ich ca. nach 5km wieder ein hatte. Leider hatten sich in der Zwischenzeit zwei Fahrer vom Feld absetzen können. Ich hingegen versuchte mich im Feld weiter vom Sturz zu erholen. Für mich war klar, dass ich mich jetzt nur noch auf den Sprint fokussierte. Ich versteckte mich die ganze Zeit im Feld und wartete auf die letzte knifflige Situation für mich, da die letzte Bergwertung 20km vor dem Ziel war. Das Tempo war bei der Bergwertung so schnell, dass das komplette Feld auseinander riss, doch ich schafte es mit der ersten Gruppe über den Hügel. Ca. 10 km vor dem Ziel holten wir dann die Spitzengruppe ein, die sich bei meinem Sturz gebildet hatte und mehr als vier Minuten Vorsprung hatte. Nun ging es in den hektischen Endsprint. Vereinzelt versuchten sich noch Fahrer auf den letzten Kilometern abzusetzen was aber keinem Fahrer gelang. Ich hingegen kämpfte mich durch das Feld nach ganz vorne und blieb da. Mit hoher Geschwindigkeit ging es in Richtung Ziel. Schnell erreichten wir als geschlossenes Feld den letzten Kilometer. Ich war top positioniert auf Platz acht, dann 300m vor dem Ziel wurde der lange Sprint eröffnet. Leider war ich in dem Moment leicht eingebaut, habe dann aber doch schnell eine Lücke gefunden. Ich konnte noch 5 Fahrer überholen und mir dann Platz drei hinter einem Dänen sichern.

Mit dem Ergebnis war ich vollsten zufrieden, da das Rennen nach dem Sturz schon hätte beendet sein können.

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